Der coolste Alleinreisende der Welt: 9 Ziele für James Bond-Fans

Im nächsten Jahr ist es wieder soweit: Der coolste Alleinreisende der Welt macht sich auf, die Menschheit zu retten. Der Titel von „Bond 25“ ist noch geheime Verschlusssache, die Schauplätze stehen fest. Hinter den glamourösen Drehorten von „Spectre“ und „Skyfall“ müssen sie sich nicht verstecken. Exotische Kulissen gehören schließlich zum Bond-Universum wie der Martini und Ms Moneypenny. Und M.

Jamaica: Bonds Schatzinsel

Ein bisschen Nostalgie ist auch Geheimagenten erlaubt. Wie im allerersten 007-Film mit Sean Connery spielt die Wahlheimat von Bond-Schöpfer Ian Fleming auch im neuen Film eine Hauptrolle. Der Agent legt hier die Beine hoch, als ihn ein neuer Auftrag ereilt. Dabei war der Urlaub gerade so schön. Jamaica wirkt auf Fremde eben genauso unwiderstehlich wie der inseltypische Cocktail aus weißem Rum, braunem Zucker und Limette. Ian Fleming schrieb ab 1942 ein gutes Dutzend Romane in seinem Haus „Goldeneye“ in Oracabessa Bay. Hier fand im April dann auch stilecht die erste Pressekonferenz zu „Bond 25“ statt. Fünf von Flemings Bond-Geschichten spielen auf der Insel, einige wurden hier verfilmt: „007 jagt Doctor No“, in dem Ursula Andress am Strand von Laughing Waters trällernd dem Wasser entsteigt, um alsbald in Bonds Armen zu liegen, oder „Leben und Sterben lassen“, in dem 007 (diesmal Roger Moore) in der Nähe des Kolonialstädtchens Falmouth über Krokodile hüpft. Fleming ist tot, „Goldeneye“ heute ein Luxushotel (das derzeit renoviert wird und zu Weihnachten wiedereröffnet), doch immer hat man das Gefühl, Bond nur knapp verpasst zu haben: weil in Bars und Hotels seine Fotos hängen. Mal sieht er aus wie Sean Connery, mal wie Roger Moore – und seit kurzem wie Daniel Craig.

Norwegen: Wo Bond chillt

 

Teile von „Bond 25“ werden im Land der Fjorde und Gletscher gedreht – kühles Kontrastprogramm zum hitzigen Dreh in der Karibik und eine Premiere für Norwegen als 007-Schauplatz. Berge, Seen und die spektakuläre Küste sind nur einige der Trümpfe des Nordlands und sind als Hintergrund für das neueste Abenteuer bestens geeignet. Hier haben die Dreharbeiten begonnen, doch wie üblich dringt wenig nach außen. Durchgesickert ist bislang nur, dass Teile des südöstlich von Oslo gelegenen Sees Lutvann für ein Film-Projekt abgesperrt wurden.

Los geht’s: Norwegen zwischen Gletschern und Fjorden

Matera: Bond am Abgrund

Einen Besuch der europäischen Kulturhauptstadt 2019 lässt sich auch 007 nicht nehmen – und so führt ihn Mission 25 in die süditalienische Region Basilikata. Bleibt zu hoffen, dass bei seinem Einsatz nicht allzu viel zu Bruch geht, Matera ist schließlich Unesco-Weltkulturerbe. In den Höhlen der Schlucht neben der Stadt lebten bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts Menschen kaum anders als im Mittelalter. Erst in den fünfziger Jahren wurden die zwanzigtausend Höhlenbewohner in die Oberstadt umgesiedelt. Die Höhlen standen fortan leer, bis sie in den sechziger Jahren von Hippies entdeckt wurden – und vom Regisseur Pier Paolo Pasolini, der sie als Drehort für seine Verfilmung des Matthäus-Evangeliums nutzte. Als die „Sassi“ von Matera 1993 Weltkulturerbe wurden, begann Geld für Sanierungsprojekte zu fließen. 2004 drehte Mel Gibson in der Schlucht „Die Passion Christi“. Heute sind fast alle Höhlen restauriert, viele von ihnen haben ein neues Leben als Restaurants und Boutique-Hotels begonnen. Matera ist bereit für 007.

Sölden: Bond in den Bergen

 

Am Gipfel des Gaislachkogls in Sölden hat Bond mit der multimedialen Installation „007 Elements“ ein Heim im Permafrost erhalten. Der 2018 eröffnete Bau liegt in Sichtweite einiger Drehorte zu „Spectre“ in 3040 Meter Höhe mitten in den Ötztaler Alpen. Als eine der wenigen autorisierten Bond-Ausstellungen der Welt – neben einer im Spy Museum in Washington D.C. sowie der Autosammlung „Bond in Motion“ im Londoner Filmmuseum – vermittelt sie authentisches Bond-Feeling, dazu befindet sich der eigens für Bond konzipierte Bau an einem Original-Schauplatz. Im Film lauern Q in der Gaislachkoglbahn ein paar Killer auf. In einer rasanten Szene verfolgt Bond die über die Gletscherstraße fliehenden Schurken mit dem Flugzeug. Die Jagd endet mit dem Flug Bonds durch einen Heuschober im Dorf Obertilliach. In der Installation hängt das Original-Flugzeug von Holzscheiten umgeben vor dem Hintergrund des Alpenpanoramas – ein eingefrorener Moment Filmgeschichte.

Gleich nebenan liegt das Gourmet-Restaurant „Ice Q“ mit Rundblick von der Zugspitze über die Ötztaler Alpen bis zu den Dolomiten. Für „Spectre“ verwandelte es sich in die Bergklinik von Psychologin Dr. Madeleine Swann alias Léa Seydoux. Die kühle, klare Architektur seiner gläsernen Quader bildete den perfekten Rahmen für den Bond der Postmoderne. Schließlich ist der 007 des dritten Jahrtausends auch nicht mehr nur tough, sondern gibt sich verwundbar – und das Bond-Girl trägt nicht mehr ganztags Bikini, sondern tritt als meist vollständig bekleidete, promovierte Akademikerin auf.

London: Martinis im Speedboot

Bonds Wohnsitz und Heimat seines Arbeitgebers MI 6 ist die Konstante im Bond-Universum. Die Londoner Tube, Smithfield Market, Westminster-Bridge und die National Gallery waren nur einige der Londoner Schauplätze in „Skyfall“. Denn der dem Jubiläums-Bond zum 50. Geburtstag der Serie geriet besonders britisch. Craig alias Bond rennt hier die Stufen der National Gallery empor und nimmt in Raum 34 auf einer Bank vor einem Gemälde von Joseph Wright of Derby platz. Um den Anschlag auf das MI 6 zu drehen, wurde die Vauxhall Bridge gesperrt, die zuvor bereits in „Goldeneye“, „The World is not Enough“, „Die Another Day“ und zuletzt in „Spectre“ zu sehen war. Auch die Themse zählt zu den Kulissen, ohne die wenig geht. Bonds Speedboot-Verfolgungsjagd in „The World is not Enough“ ist mit fünfzehn Minuten eine der längsten Eröffnungsszenen eines Bond-Films. Und „Spectre“ endet auf der Westminster Bridge, wo Bond ausnahmsweise mal keine Lust hat, seinen Gegenspieler zu erschießen.

In der Hauptstadt ist auch Ian Fleming noch aufzuspüren. In der Bar des Hotels Dukes orderte Fleming gerne seinen Lieblingsdrink, den Wodka-Martini. Nur einen Steinwurf von Number 10 Downing Street arbeitete er in einer Abteilung des Geheimdienstes MI 6. „Er machte aus mir diesen grässlichen Charakter M“, beschwerte sich später sein Chef John Godfrey. Der gewann ein wenig an Charme, als er von Judi Dench verkörpert wurde.

Rom: Bei Nacht in der ewigen Stadt

 

Rom hatte in „Spectre“ einen großen Auftritt: als Kulisse einer nächtlichen Verfolgungsjagd, die für eines der Autos im Tiber, für 007 auf einer Brücke in Trastevere endet. Zuvor raste Bond mit seinem Dienstwagen, einem eigens für den Film angefertigten Aston Martin DB10, durch die ewige Stadt. Die Szene dauerte nur wenige Minuten, der Dreh erforderte achtzehn Nächte und fünfzehn Autos. Das Museo della Civiltà Romana trat als Friedhof auf. Hier erscheint Monica Bellucci als Witwe von Bond-Gegner Sciarra. Die Villa di Fiorano, historische Residenz und heute fotogene Event-Location an der Via Appia Antica, ist der Landsitz ihres verstorbenen Gatten. Hier rettet Bond sie vor Killern – mit den typischen amourösen Folgen. Nur sechs Minuten dauert Belluccis Auftritt, doch die Rom-Episode mit ihr zählt zu den Highlights des Films.

Mexico City: Spektakel für Spectre

Eine der eindrucksvollsten Szenen von „Spectre“ wurde auf der Plaza de la Constituciòn gedreht. Der „Zòcalo“, wie er auch genannt wird, ist als größter Platz der Welt ein würdiger 007-Schauplatz. Das Gran Hotel Ciudad de Mexiko kannten Bond-Fans schon aus der „Lizenz zum Töten“, als noch Timothy Dalton im Dienst Ihrer Majestät unterwegs war. Craig erlebte in der mexikanischen Mega-City den „Día de los Muertes“ – in Mexiko und der gesamten Region ist der „Tag der Toten“ an Allerheiligen und Allerseelen ein wichtiges Fest – in Gesellschaft von 1500 Statisten. 007 bringt am Tag der Toten zwei Terroristen ins Leichenschauhaus, die ein Stadion in die Luft sprengen wollen. Ihr Auftraggeber versucht in einem Hubschrauber zu fliehen, der über der Prozession aus Statisten umher wirbelt. Die Parade war erfunden, doch überzeugte unmittelbar: Sie wird auch in Zukunft stattfinden.

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Bahamas: Bonds Paradies

 

Die Inseln der Bahamas sind so unvergleichlich schön, dass Bond immer wieder hierher zurückkehrt. Schließlich gibt es nicht viele Orte, an denen sich ein derartig spektakuläres Farbenspiel aus allen Schattierungen von Blau und Türkis bietet wie an den Küsten der 700 Inseln, die sich von der Küste Floridas bis nach Kuba erstrecken. In der Umgebung der Hauptstadt Nassau auf New Providence gab Bond öfter Einblicke in den Alltag eines britischen Geheimagenten. 1965 wurden hier Teile von „Thunderball“ gedreht, achtzehn Jahre später zog Sean Connery in „Sag niemals nie“ noch einmal das Dinnerjacket an. Auch „Lizenz zum Töten“, „Casino Royal“, „Man lebt nur zweimal“, „Der Spion, der mich liebte“, „For Your Eyes Only“ und „The World is not Enough“ setzten auf die Bahamas. Auf Paradise Island, durch eine Brücke mit Nassau verbunden, flirtet Bond 1965 mit Bond-Girl Domino, die ihn in ihrem Boot mitnimmt. Connery gefielen die Bahamas so gut, dass er hier ein Ferienhaus kaufte. Noch heute besitzt er das Haus in Lyford Cay auf New Providence.

Schottland: Bonds Wurzeln

In den Highlands begann alles, wie wir seit „Skyfall“ wissen: Hier wuchs der junge James heran, bevor er zum coolsten Geheimagenten aller Zeiten wurde. Schon 1963 wurden Szenen von „From Russia with Love“ im wilden Norden des Vereinigten Königreichs gedreht. In „Skyfall“ aber wird der Geheimagent mit der Rückkehr in das Herrenhaus „Skyfall“ in den Highlands fest in schottischem Boden verwurzelt. Hier verschanzen sich Bond und M vor Bösewicht Silva. Zwar entkommen sie ihm zunächst, doch dann muss neben Bonds Elternhaus auch M dran glauben. Gerüchten zufolge könnte auch „Bond 25“ nach Schottland zurückkehren – im August.

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