8 Dinge, die an einem Urlaub in den 80ern super waren

Urlaube in den 80ern waren komplett anders – und verdammt großartig (vor allem als Kind) – wie jeder 30 – 40-Jährige weiß.

1. Deine Mutter packte einen Koffer voller Essen

 

Wir sehen es als geradezu als selbstverständlich, dass wir heute jedes Nahrungsmittel in jedem Land bekommen. Das war in den 80ern nicht der Fall.

Wenn du Urlaub in Frankreich oder Spanien gemacht hast (vermutlich ein Strandurlaub), hast du nicht überall die Chips deiner Lieblingsmarke bekommen (noch nicht mal Lays Chips), du konntest nicht deinen liebsten Fruchtsaft kaufen oder Dosenbohnen. Und auf gar keinen Fall hast du irgendwo Teebeutel gefunden.

Wenn du Glück hattest, hast du irgendwo eine total überteuerte Packung Kellog’s Cornflakes erwischt.

Komm nicht auf die Idee, dass jemand Tapas zum Mittagessen vorgeschlagen hätte (denn niemand, der nicht Spanier war, kannte Tapas vor 30 Jahren überhaupt) und seine Kinder dreimal täglich mit Chips und Baguette zu füttern, hat sogar damals schon für Stirnrunzeln gesorgt. Da es aber bei den Fluglinien noch keine Gepäcklimits gab, konnten die Mütter ganze Supermarktregale in einen der Familienkoffer packen, mit allem was auf der Reise eine höher als 60-prozentige Überlebenschance hatte.

2. Jeder war besorgt über „das Wasser“ in den 80ern

Wenn du in den 80ern ins Ausland gereist wärst, hättest du geglaubt, Regierungen würden flüssiges Cyanid aus dem Wasserhahn pumpen. „Trink kein Leitungswasser“ war ein Warnschrei, den man von wirklich allen Freunden und Verwandten zu hören bekam, die den Film Ich wollte, du wärst hier gesehen hatten, bevor man überhaupt wusste, welches Tacho man einpackt.

Jeder, der ins Ausland reiste, ging als allererstes in einen Supermarkt und versorgte sich mit genug Flaschen Wasser, um die Terrakotta-Armee zu versorgen. (Als zweites kaufte man sich einen günstigen Plastik-Fußball und/oder einen dieser Tennisschläger aus Holz.)

Dieser Vorrat durfte niemals unter die Größe eines olympischen Schwimmbads schrumpfen. Zusammen mit dem Koffer voller Essen, wirkt jeder noch so paranoide Vorratskäufer daneben total laisser-faire.

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3. Im Urlaub schmeckt Cola immer besser

Jeder kennt das mit dem Bier im Urlaub: Jedes Lagerbier, das du zuhause nicht mal aus zwei Meilen Entfernung an deine Lippen lassen würdest, verwandelt sich in göttlichen Nektar, wenn es eiskalt auf einem kleinen, wackeligen Café-Tisch mit ein paar Oliven serviert wird. Naja und das gleiche gilt für Cola.

Sowohl Pepsi als auch Coca-Cola (Aber seien wir ehrlich: vor allem Coke) schmeckten im Urlaub so viel besser. Vielleicht, weil Cola in den verschiedenen Ländern jeweils anders hergestellt wurde (Fakt). Vielleicht, weil sie in einer sexy Glasflasche daherkam. Vielleicht auch, weil sie immer mit einer Scheibe Zitrone serviert wurde. Oder aber, die Eiswürfel aus Cyanid-Wasser verliehen ihr einen einzigartigen Geschmack.

Noch dazu, gab es Fanta „Limon“ und Fanta „Naranja“, die sehr exotisch waren und unser spanisches Vokabular erweitert haben. Und diese fluffigen europäischen Chips, die man in den 80ern häufig nur im Ausland gefunden hat und die inzwischen in jedem Supermarkt wie mittelklassiges Crack verkauft werden.

4. Alles dauerte länger und das war großartig

So ziemlich jeder Teil der Reise dauerte in den 80ern länger als heute. Sogar diesen Abschnitt zu lesen wird länger dauern als all die anderen.

Heute kannst du binnen weniger Sekunden einen Urlaub auf deinem Computer oder Handy buchen. Damals musstest du ein Reisebüro aufsuchen, 17 Broschüren in eine Tasche stecken, drei Wochen damit verbringen über den Inhalt dieser Broschüren zu diskutieren, zurück ins Reisebüro gehen, eine Anzahlung leisten, nachhause gehen, warten, um später nochmal ins Reisebüro zugehen und den Rest zu bezahlen.

Oder, wenn man wirklich technikaffin war, hat man Teletext-Reisen gebucht! Dann saß man stundenlang vor dem Teletext und hat die besten Deals herausgeschrieben, sich entschieden welcher der beste war und gewartet bis die entsprechende Seite mit dem Deal wieder auf dem Bildschirm erscheint, dann hat man die angegebene Nummer angerufen, eine Anzahlung geleistet und so weiter. Und üblicherweise hat man das schon im Januar für den Juli-Urlaub gemacht.

 

Man verschickte Postkarten, keine E-Mails oder Instagram-Updates. Postkarten, die Nachdenken verlangen und die Fähigkeit Emotionen und wichtige Informationen in 50 Wörtern zu beschreiben. Postkarten, die manchmal nackte Menschen auf der Rückseite hatten (Bilder mit nackten Menschen waren vor dem Internet noch eine Seltenheit). Postkarten, die erst Wochen nachdem man aus dem Urlaub zurück war ankamen.

Fotos wurden erst Tage oder Wochen nach der Rückkehr entwickelt und jedes einzelne war eine große Überraschung und eine potentielle Enttäuschung. Aber man hat auch mindestens 5 % seiner Zeit im Urlaub gespart, weil man nicht 567 Mal dasselbe Bild geschossen hat, weil die Lichtverhältnisse am Ohr nicht stimmten.

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Sogar die Nachrichten brauchten länger. Heute kann man auf sein Handy gucken und weiß genau, was auf der Welt gerade so vor sich geht. Früher, wenn man sich auf dem gleichen Kontinent befand, bekam man die Zeitung im besten Fall ein oder zwei Tage später.

Godzilla hätte die Queen verspeisen können und du hättest an deiner Urlaubs-Cola geschlürft und ein Erdnussbutter-Brot aus dem Koffer gegessen, glückselig und unwissend von diesem Königsmord.

Und natürlich war ein Urlaub immer zwei Wochen lang. Wochenendausflüge wurden damals noch gar nicht erfunden.

5. Es gab keine Bildschirmzeit

Bildschirme waren in den 80ern nicht portabel: Fernsehgeräte und Computer waren riesig. Man hätte aber sowieso nicht ferngesehen, denn das Fernsehen war analog und in Landessprache. Wenn also nicht gerade die Weltmeisterschaft lief, verbrachte man seine gesamte Zeit in der Realität.

*mit Ausnahme von Digitaluhren und der Nintendo Game & Watch, deren Donkey Kong II-Version ich 1982 auf Menorca gekauft habe.

6. Man musste echte Landkarten benutzen

 

Wenn du in den 80ern irgendwo hingefahren oder gegangen bist, oder dich überhaupt irgendwie bewegt hast, hattest du zwei Möglichkeiten: Frag nach dem Weg oder schau in eine Landkarte. Weil man vermutlich nicht die lokale Sprache sprach oder den Einwohnern nicht traute, war häufig die Landkarte die beste Option.

Es war außerdem eine Papierkarte. Nicht auf dem Handy, nicht einmal aus dem Internet ausgedruckt. Es war eine faltbare Karte, ein Atlas, ein A-bis-Z-Verzeichnis, eine Kopie aus der Bibliothek oder eine Karte, die dein sehr selbstbewusster Nachbar Alan für dich gemalt hat, aber es war immer Papier – und wenn du nicht wusstest, wie du die Karte benutzt, naja…dann hattest du ein Problem.

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7. Urlaubsmusik auszusuchen war wirklich schwer

Angenommen du hast mit deinem Datentarif eine gute Wahl gemacht, oder du weißt, wie du dir freies W-LAN erschleichst, dann steht dir im Urlaub der gesamte musikalische Output der Menschheit zur Verfügung. In den 80ern befand sich deine Musik auf einer Kassette, oder, wenn du wirklich fortgeschritten warst, auf einer CD. Somit musstest du entscheiden, welche 10 Alben dich während deiner zweiwöchigen Reise begleiten.

Das war eine sehr gute Lektion fürs Leben. Es machte dich härter und brachte dich dazu, schwerere Entscheidungen zu treffen, die Spreu vom Weizen zu trennen, die Sahne von der Milch, den Prinzen von der Prinzessin (unten findest du zwei der besten Songs aller Zeiten).

Es lehrte außerdem eine ganze Generation die Kunst der Mixtapes: was so ähnlich war, wie Playlists zu erstellen, aber mit großer seelischer Folter. Es war Charakter-formend.

8. Egal, wohin du in den 80ern gereist bist, es fühlte sich an, wie die andere Seite der Erde

Der Planet ist in den letzten 30 Jahren geschrumpft. Er ist im Grunde so groß wie ein Golfball. Aber für Kinder in den 80ern bedeutete Urlaub meist Spanien, Griechenland oder Frankreich, außer man hatte Familie in einer weitentfernten Ecke der Welt (Ich kannte jemanden, der nach Jugoslawien gereist ist und das war vergleichbar mit einer Reise zum Mond.

Vielleicht hast du von einer Reise in die USA geträumt, in der Hoffnung, Molly Ringwald zu treffen und zu heiraten, mit einem DeLorean durch die Zeit zu reisen oder dich mit einem Alien anzufreunden, aber das war ein seltener und glücklicher Traum. Ein Familienausflug nach Mexiko oder Thailand wäre einfach nicht drin gewesen.

Aber genau deshalb fühlte es sich an, als wäre man meilenweit weg von zuhause, egal wohin man reiste. Die kleinsten Dinge, wie etwa ein anderer Supermarkt, ein fremder Akzent oder eine regionale Variation eines Alltagsgegenstandes, fühlten sich exotisch an. Alles war dort ein kleines bisschen anders. Und das war ganz schön.

 

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