Das Glück finden – der Weg zu mehr Selbstvertrauen im Alltag

Entgegen der landläufigen Meinung ist Selbstbewusstsein nicht etwas, das nur die Reichen und Erfolgreichen ausstrahlen können. Es ist eher wie ein Muskel – etwas, das man über Jahre hinweg dehnen und stärken kann. Sicher, es kann zwischenzeitlich zu Verletzungen kommen. Aber mit jeder Beanspruchung wird der Muskel widerstandsfähiger. Und vor allem muss man ihn regelmäßig nutzen, damit er nicht verkümmert.

Hier geht es darum, wie man unterschiedlichen Herausforderungen mit mehr Selbstbewusstsein begegnen kann und warum Solo-Reisen das beste Training fürs Selbstwertgefühl sind.

Mehr Selbstbewusstsein im Job

 

Freies Sprechen ist ein großes Thema in vielen Jobs und 75% von uns leiden unter Sprechangst. Wie können wir sie überwinden?

Erstens: Übung macht den Meister. Wenn eine große Präsentation ansteht, kann sich ein Rhetorikkurs lohnen. Die gibt es auch online. Man fühlt sich schon gleich viel besser, wenn man erkennt, dass man mit seiner Angst nicht allein ist.

Zweitens: Es kann hilfreich sein, seinen öffentlichen Auftritt wie eine Art Kopfkino abzuspulen. So kann man herausfinden, wo eigentlich der Knackpunkt ist. „Fragen Sie sich, wann genau Sie Angst haben“, rät die Psychotherapeutin Karin Peeters, Gründerin eines Coaching-Unternehmens. „Unter welchen Umständen? Vor welchen Leuten? Und was könnte im schlimmsten Fall passieren?“ Diese Technik ist hilfreich, weil sie uns klarmacht, dass eigentlich nicht viel passieren kann. Man wird kaum in Ohnmacht fallen oder erbrechen und schon gar nicht bei einer Präsentation sterben. Im schlimmsten Fall wird man schrecklich nervös sein. Aber das merkt meist nur der Vortragende, nicht das Publikum.

Es ist natürlich in unserer heutigen Welt mit all ihren Ablenkungen gar nicht so einfach, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu gewinnen. Während man selbst mit seiner zitternden Stimme hadert, denken alle anderen vielleicht gerade an die letzten Instagram-Posts. Die eigentliche Herausforderung ist also nicht das Beruhigen der eigenen Nerven, sondern alle bei der Stange zu halten.

Mehr Selbstbewusstsein im Sozialleben

 

Rund 12% der Bevölkerung leiden unter sozialen Ängsten. In bestimmten Situationen (wie z.B. einem Blind Date) fühlen sich noch viel mehr Menschen unwohl.

Diese Unsicherheit resultiert aus Angst vor Verurteilung und Ablehnung. Das ist einerseits eine berechtigte Sorge, denn schließlich sind wir soziale Wesen und abhängig von Sozialkontakten. Andererseits sind diese Ängste fast immer irrational. Nimmt die Angst vor sozialen Situationen überhand, spricht man von einer sozialen Phobie.

„Die meisten Menschen mit sozialen Ängsten glauben, dass sie keine Sozialkompetenz haben“, sagt Stefan Hofmann, Professor für Psychologie an der Boston University. „Aber eigentlich hat die überwiegende Mehrheit der Menschen mit sozialer Angst durchaus Sozialkompetenz. Menschen mit schlechter Sozialkompetenz haben dagegen selten soziale Ängste.“

Entscheidend ist es nach Ansicht des Wissenschaftlers, sich seinen Ängsten zu stellen. Wer Angst hat, etwas Dummes zu sagen, probiert es einfach aus. Und man merkt bald: Es folgt keine Verhaftung und es gibt auch keinen Massenspott. Wer sich seinen sozialen Ängsten stellt, merkt bald, dass sie übertrieben sind. Die Katastrophenszenarien, die man heraufbeschwört, treten in der Regel nicht ein.

Mehr Selbstbewusstsein durch Körpersprache

 

Unsere Körpersprache hat Einfluss darauf, wie andere uns sehen, aber auch auf unseren Blick auf uns selbst. Die Sozialpsychologin Amy Cuddy glaubt, dass zwei Minuten „Machtposen“ – eine selbstbewusste Haltung einnehmen, auch wenn wir nicht selbstbewusst sind – unser Leben verändern können.

„Unser Kopf verändert unseren Körper“, sagt sie, „aber unser Körper hat auch Einfluss auf unseren Kopf.“ Wenn wir „Machtposen“ einnehmen – zeigt die Forschung –, kann das unsere Gedanken, Gefühle und sogar unsere Hormone positiv beeinflussen. Also vielleicht mal eine Blitzschlag-Pose à la Usain Bold vor einem großen Meeting oder Interview einnehmen, um unser Selbstbewusstsein zu stärken.

Cuddy selbst war in ihrer Jugend geplagt von Selbstzweifeln. Sie betont, dass ihre Technik nichts vorspiegeln soll, was nicht in uns steckt. Stattdessen soll sie helfen, unsere Präsenz zu stärken. Sie soll uns von Selbstzweifeln befreien.

Mehr Selbstbewusstsein in dir selbst

 

Ein Killer fürs Selbstvertrauen ist, ständig darüber nachzudenken, was andere Leute über uns denken. Aber auch diese Wahrnehmung hängt davon ab, was wir von uns selbst halten.. Das Feedback, dass wir von anderen bekommen, wird nämlich durch unsere eigene Selbstwahrnehmung gefiltert.

Deshalb ist es wichtig, sich mit der kritischen inneren Stimme auseinanderzusetzen – die in unserem Kopf, die uns ständig runterputzt und unsere Selbstzweifel schürt. „Diese Stimme hat oft wenig mit der Realität zu tun“, schreibt die Autorin Harriet Griffey. „Fordert sie heraus! Welche konkreten Beweise habt ihr dafür, dass sie recht hat?“

Eine Station auf dem Weg zu mehr Selbstbewusstsein ist das Entwickeln von Selbstmitgefühl. Psychologieprofessorin Kristin Neff beklagt, dass in unserer Kultur propagiert wird, hart zu sich selbst zu sein. Es sei im Gegenteil wichtig, Vertrauen zu sich selbst aufzubauen, sich selbst wie seinen eigenen besten Freund zu behandeln.

Einige Therapeuten gehen sogar noch einen Schritt weiter und schlagen vor, sich wie ein Kleinkind um sich selbst zu kümmern. „Gebt euren Stimmungen Raum, seid ermutigend und liebevoll und hebt euch nach einem Sturz immer wieder auf“, kann man oft lesen.

Man sollte sich tatsächlich immer wieder Bestätigung geben. Das hilft, das Selbstvertrauen zu stärken und Selbstachtung aufzubauen. Und weil das Aufschreiben von Zielen und Wünschen positiv verstärkend wirkt, kann es helfen, alle Erfolge und die netten Sachen, die andere Leute über uns gesagt haben, zu protokollieren.

Selbstbewusstsein durch Alleinreisen stärken

 

Solo-Reisen sind perfekt, um das Selbstbewusstsein zu stärken. Wer sich allein in die Welt aufmacht, entkommt den Erwartungen derjenigen, die ihn kennen. Und man ist offener für neue Leute, vor allem bei Gruppenreisen.

Die Psychotherapeutin Karin Peeters sagt: “In einer neuen Gruppe kann man sich selbst neu erfinden. Handelt ruhig mal gegen eure Überzeugungen, probiert neue Verhaltensweisen, verhaltet euch wie selbstsichere Menschen!

Das bedeutet nicht, dass man etwas vortäuscht, was man nicht ist. Ihr sollt nur mehr ihr selbst sein als ihr im Beisein der Leute, die euch kennen, jemals gewagt hättet.“

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Wenn ihr allein reist, könnt ihr die Grenzen eures Selbstbewusstseins in einem völlig neuen Kontext austesten. Ihr habt eure Vergangenheit nicht im Gepäck.

Und je öfter ihr das macht, desto selbstbewusster werdet ihr. Das liegt auf der Hand.

Andere Aspekte des Alleinreisens – das Erlernen neuer Skills zum Beispiel oder gesteigerte Belastbarkeit unterstützen den Prozess. Und bevor einem das überhaupt klar ist, strotzt man nur so vor Selbstbewusstsein.

Wie es in einem alten Song aus den 1980ern heißt: „NOTHING’S gonna stop you now.“


Abenteuer für Alleinreisende um das Selbstbewusstsein zu steigern

Salsa in Kolumbien

Tanze nachts durch die farbenfrohen Straßen von Cartagena mit einem euphorischen Salsa-Kurs von einheimischen Tänzern geführt. Probiere köstlichen kolumbianischen Rum, wandere entlang der Strände des Tayrona-Nationalparks und zeige dein Selbstbewusstsein beim Tubing auf einem Fluss im Regenwald.

Auf geht’s nach Kolumbien!

Versuche dich beim Höhlenabenteuer in Borneo

Underground river in clearwater cave

Diese innere Stimme die nach mehr verlangt wird durch die schiere Majestät der Borneo-Dschungelhöhlen mit ihren geheimnisvollen Felsenbecken, Stalaktiten und Fledermäusen zum Schweigen gebracht. Du wirst merken wie die Mut in dir steigt, während du durch die üppigen Innenräume der Insel wanderst (mit wilden Orang-Utans als Gesellschaft).

Borneo, ich bin bereit.

Abenteuer wie aus 1001 Nacht in Jordanien

Du eroberst die Schlucht von Wadi Mudschib beim Canyoning, reitest vom Wüsten-Glamping in Wadi Rum auf einem Kamel in den Sonnenaufgang und wanderst auf verborgenen Pfaden zur antiken Königsstadt Petra.

Jordanien, ich komme!

Images: Shutterstock, Flash Pack

 

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