Selbstironie: Warum wir ab 30 viel öfter über uns selbst lachen sollten

Wenn wir die magische Grenze zur 30 überschreiten, gibt es exakt zwei Möglichkeiten: Entweder wir wagen Hals über Kopf den Sprung in ein glückliches, selbstbestimmtes Leben voller Chancen, Abenteuer und Lebenslust. Oder wir lassen uns von der Torschlusspanik mächtig aus der Bahn werfen, versinken in Selbstmitleid und altern ohne Würde. Autsch! Man muss kein Hellseher sein, um vorherzusagen, welche der beiden Optionen die deutlich spaßigere Variante ist.

 

30 über Nacht

Aber fangen wir vorne an: Eines Tages wachen wir auf und plötzlich steuert die Drei als erste Ziffer unseres Alters jegliches Denken, Handeln und Fühlen. Die ersten Fältchen erinnern an das zerknautschte Gesicht einer französischen Bulldogge und auch das Sixpack ist nicht mehr das, das es mal war. Ach ja, und dann wäre da noch unsere ehemals beste Sandkasten-Freundin, die inzwischen zwei Kinder und eine Doppelhaushälfte hat. Sie scheint das perfekte Ü30-Leben zu führen, während man selbst noch immer auf den Ring am Finger wartet, der angeblich alles ändern soll.

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Und nun? Sollten wir jetzt an uns selbst zweifeln und unseren Kopf in den Sand stecken? Nein, obwohl das mit Sicherheit eine originelle Methode wäre, um die ersten grauen Haare zu verstecken. Stattdessen geht der Spaß nun aber erst richtig los! Denn Jammern ist keine Option und nur weil der Stoffwechsel rapide nachlässt und man nach einer durchfeierten Nacht gleich zwei Tage zur Regeneration braucht, heißt das nicht, dass das Leben vorbei ist. Doch weil es da draußen noch immer zahlreiche 30-Jährige geben soll, die ihr wunderbares Alter nicht zu schätzen wissen, kommt hier ein Plädoyer für mehr Selbstironie statt Selbstmitleid.

 

Zeit für einen Mutausbruch

Liebe Ladies und Gentlemen ab 30, es gibt eine unschlagbare Waffe gegen das Voranschreiten eures Alters, und die heißt Humor. Ja, es ist in der Tat so einfach und ihr braucht dafür weder Anti-Aging-Cremes, noch Power-Lift-Drinks. Die Beauty- und Kosmetikindustrie muss nun ganz stark sein, denn bislang hat sie es nicht geschafft, Selbstironie in Tuben und Tiegel zu verpacken und damit das Geschäft ihres Lebens zu machen. Ihr wisst ja, Niveau ist keine Creme, und das Talent, humorvoll zu sein, kann man (zumindest bislang) nicht käuflich erwerben.

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Genug abgeschweift. Worauf ich eigentlich hinaus möchte ist nicht der oftmals überflüssige Anti-Aging-Konsum, sondern folgender Fakt: Schon ein kleines Fünkchen Selbstironie kann ausreichen, um euch zum Strahlen zu bringen. Dass Humor verdammt attraktiv macht, ist übrigens wissenschaftlich bewiesen. Was wir also wirklich brauchen, sind weder Selbstmitleid noch Selbstoptimierungstipps, sondern mehr Mut zur Selbstironie. Ich finde, es wird mal wieder Zeit für einen gewaltigen Mutausbruch!

 

Der Phönix hat mehr Spaß

Wer bislang nicht sonderlich gut darin war, sich selbst auf die Schippe zu nehmen, der darf sich auf einen ordentlichen Lernprozess freuen. Denn wie gesagt gibt es in unseren 30ern nur zwei Optionen: Entweder wir versinken im Selbstmitleid oder wir lernen, ein Mindestmaß an Humor aufzubringen. Durch Selbstironie erstehen wir auf wie Phönix aus der Asche. Nun gut, ich gebe zu, dass diese Metapher etwas überdramatisch klingen mag. Zumindest dürfte aber jedem klar sein, dass ein mythischer Vogel mehr Spaß im Leben hat als ein Häufchen Elend. Also, lasst uns Phönixe sein und keine notorischen Nörgler!

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Je früher man sich darin übt, selbstironisch zu sein, desto besser gelingt es übrigens. Schließlich bot das Leben nie mehr Material für witzige, verrückte und komische Situationen. Wir erinnern uns zurück: Während man Fehler und Fails mit Anfang 20 todernst nahm, lernte man in den darauffolgenden Jahren, entspannter zu reagieren. Mit 30 hat man eine derartige Gelassenheit entwickelt, dass man sich meist sogar köstlich darüber amüsieren kann, wenn etwas schiefläuft.

 

Die humorvolle Brille aufsetzen

Während wir im Alter von 20 Jahren dachten, unser ganzes Leben gehe beim Scheitern oder Versagen den Bach runter, haben wir mit 30 die Gewissheit, dass es immer irgendwie weiter gehen wird. Die Frage ist schließlich nicht, ob wir scheitern werden – sondern lediglich, wann es mal wieder soweit sein wird. In den letzten Jahren haben wir gelernt, dass wir äußere Situationen nicht beeinflussen können. Es liegt allerdings in unserer Hand, wie wir darauf reagieren. Und eines kann ich euch sagen: Mit einer guten Portion Humor reagiert es sich fast immer besser!

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Selbstironie bedeutet übrigens nicht, Pausenclown oder Zyniker zu werden, sondern eine Form zwischen den Extremen zu finden. Wir sollten die Fähigkeit entwickeln, unser Leben durch die humorvolle Brille zu betrachten. Und wir dürfen uns vom zunehmenden Alter oder von der abnehmenden Straffheit unserer Haut nicht den Spaß verderben lassen. Größe 36 passt plötzlich nicht mehr und die kurzen Shorts standen einem auch schon mal besser? Man tritt mal wieder ins Fettnäpfchen oder rutscht ziemlich peinlich aus? Na und? Endlich mal ein Grund, den Hashtag #mehrrealitätaufinstagram zu nutzen. Alles hat seine Vorteile, man muss sie nur finden.

 

Das Jugendelixier Selbstironie

Die Fähigkeit, unser eigenes Alter als Material für die schönsten und humorvollsten Geschichten zu nutzen, macht nicht nur attraktiv, sondern auch glücklich. Warum sollten wir ernst und eitel sein, wenn wir auch lustig und sympathisch sein können? Warum sollten wir uns mit einer Sandkasten-Freundin vergleichen, wenn wir uns doch schon vor Jahren für einen ganz anderen Lebensstil entschieden haben? Und wer sagt, dass nicht genau diese Freundin hin und wieder auch alles hinterfragt und nur deshalb so glücklich ist, weil sie gelernt hat, über sich selbst zu lachen?

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Was also können wir tun, um ein humorvoller Phönix zu werden? Zunächst einmal sollten wir uns darüber freuen, dass unser Alter eine wunderbare Drei vorne hat. Diese ungerade Primzahl gilt in vielen Religionen als heilig. Wenn das mal kein Zeichen ist! Dann sollten wir aufhören, uns zu vergleichen oder unser Glück von absurden Schönheitsidealen abhängig zu machen. Menschen über 20 haben Fältchen, graue Haare, Cellulitis und manchmal auch ein paar Kilos zu viel auf den Hüften. Who cares? Last but not least sollten wir versuchen, auch unseren Ü30-Freunden beizubringen, ironischer zu werden. Denn wenn jeder ein bisschen mehr über sich selber lacht und es auch anderen gestattet, dann kommt am Ende keiner mehr aus dem Lachen raus. Und genau so soll es sein!

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